Das gruene Outback und vieles mehr
Ich weiss, ich weiss, ich habe mich schon viel zu lange nicht mehr gemeldet, aber ich war auch ein wenig beschaeftigt. Womit kann man im folgenden Eintrag genauer erfahren.
Am 30. Dezember habe ich den Vormittag noch in Alice Springs verbracht und habe mir ein Insektenspray gekauft. Um kurz vor 13 Uhr wurden drei andere und ich von Tucker, unserem Guide, abgeholt und in den vollen Bus gestopft. Unser erster Weg fuehrte uns zur Kings Creek Station in der Naehe des Kings Canyon. Die Fahrt hat ca. 6 Stunden gedauert. Kaum angekommen haben wir ein bisschen Gemuese fuer die Pastasauce geschnippelt und konnten dann entspannen, waehrend Tucker die Nudeln gekocht hat. Das Abendessen haben wir am Lagerfeuer verspeist, das dann aber doch so heiss war, dass wir mindestens fuenf Meter davon entfernt sassen. Die Nacht haben wir in sogenannten Swags geschlafen. Das sind Schlafsaecke und ein Zeltersatz. Beschreiben kann man sie nicht, man muss sie einfach nur gesehen haben. Die Nacht war wirklich schoen, besonders mit dem klaren Sternenhimmel!
Am 31. Dezember sind wir gegen 7 Uhr aufgestanden und nach dem Fruehstueck zum Kings Canyon gefahren. Dort sind wir erst den "Heart Attack Hill" hochgelaufen, der wirklich nicht umsonst so heisst, und dann am Rand des Canyons langgegangen. Die Wanderung dauert normalerweise drei Stunden, wir haben vier gebraucht. Das lag daran, dass wir fast an jeder Stelle angehalten und Fotos gemacht haben. Kaum zurueck im Camp gab es zum Mittag Sandwiches und dann mussten wir schon wieder weiterfahren, zum Uluru. Diese Fahrt hat auch noch mal fuenf Stunden gedauert. Auf der Fahrt sind wir an Mt. Connor und einem Salzsee vorbeigekommen. Aus weiter Ferne sah der Berg wie Uluru aus, aber je naeher man gekommen ist, desto unwahrscheinlicher war es. Nach einer kleinen Fotopause sinde wir dann auch zu unserem Camp gefahren. Dort haben wir aber nur schnell alles ausgeladen und sind dann direkt zum Uluru gefahren, wo wir 20 Minuten verbracht haben und rumgelaufen sind. Anschliessend sind wir zum Aussichtspunkt gefahren, der schon mit Touristen vollgestopft war, die alle den Sonnenuntergang sehen wollten. Wir haben uns noch schnell einen Platz gesucht und dann auch gesehen, wie sich die Farbe des Uluru bei wechselnder Sonneneinstrahlung veraendert hat. Der Wahnsinn! Danach sind wir wieder ins Camp, haben Abendbrot gegessen und dann ins neue Jahr gefeiert. Das war wirklich ein witziger Abend, auch wenn wir manchmal ziemlich von Grashuepfern und aehnlichem Getier geplagt wurden.
Am 1. Januar durften wir ausschlafen, waehren die anderen Gruppen ganz frueh raus mussten um sich den Sonnenaufgang anzuschauen. Dafuer hatten wir am naechsten Tag noch Gelegenheit. Gegen 8:30 Uhr sind wir in aller Ruhe in den Nationalpark und den Olgas/Kata Tjuta ("many heads") gefahren, wo wir durch das "Valley of the Winds" gelaufen sind. Das hat ungefaehr drei Stunden gedauert und manchen Leuten ging es wegen der vorigen Nacht nicht so gut. Wir haben uns aber alle tapfer geschlagen. Wir sind anschliessend nochmal kurz ins Camp, haben Hamburger zum Mittag gehabt und sind dann zum Cultural Centre gefahren, wo Dreamlines von den Aboriginees dargestellt sind. Das sind eine Art Geschichte, die gelehrt werden, um die Welt besser zu verstehen und zu ueberleben. Es gibt immer eine Lehre darin. Um 16 Uhr sind wir wieder zurueck ins Camp und hatten dort zwei Stunden Zeit, um am Pool zu entspannen, was wir natuerlich auch gemacht haben. Anschliessend sollten wir eigentlich das Abendbrot vorbereiten, aber der Grossteil war dagegen. Wir wollten lieber erst den Sonnenuntergang von einem anderen Aussichtspunkt ansehen und dann kochen. Gesagt, getan! Nach dem Sonnenuntergang habe ich noch mein Neujahrstelefonat mit zuhause gehabt und dann musste ich Reis kochen, da die Asiaten in unserer Gruppe nur mit Reiskochern Reis kochen koennen. An diesem Abend gab es sogar Eis zum Nachtisch
! Wir sind an diesem Abend relativ frueh ins Bett, da wir am naechsten Morgen um vier Uhr aufstehen mussten.
Am 2. Januar sind wir wie gesagt frueh aufgestanden und um kurz nach 5 Uhr in den Nationalpark gefahren, um im Sonnenaufgang um den Uluru rumzulaufen. Wir waren zwar alle recht muede, aber die Wanderung war trotzdem echt schoen. Nach etwa zwei Stunden waren wir wieder am Bus, sind ins Camp gefahren, haben alles eingepackt und sind in Richtung Coober Pedy gefahren. Nach etwa neun Stunden Fahrt waren wir dort und konnten unsere richtigen Betten beziehen. Eine Wohltat! Nach kurzer Verschnaufpause sind wir Pizzaessen gegangen und wir haben so zugeschlagen, dass nach der fuenften Pizza noch eine sechste bestellt werden musste. Anschliessend sind wir noch in den Pub im Desert Cave Hotel gegangen. Nach einiger Zeit dort sind wir in unser "Undergroundhostel" gegangen und ins Bett gefallen. Wir waren so kaputt! Ach, an diesem Tag sind wir auch vom Northern Territory nach Sout Australia gefahren! Das darf man nicht vergessen.
Am 3. Januar haben wir eine Tour durch eine ehemalige Opalmine gemacht und konnten danach noch ein bisschen shoppen. Anschliessend sind wir wieder losgefahren. Unser naechstes Ziel war Port Germain, ein kleiner Kuestenort, wo wir die Nacht verbracht haben. Nach etwa acht Stunden Fahrt, auf der wir wieder viele Salzseen gesehen haben, sind wir endlich dort angekommen. Zum Abendbrot gab es BBQ und anschliessend ging es in den Pub, wo wir Tucker ein bisschen Trinkgeld ueberreicht haben.
Am 4. Januar, dem letzten Tag der Tour, sind wir ueber den laengsten Holzsteg Australiens gelaufen und haben uns dann auf den Weg nach Adelaide gemacht. Die Fahrt dauert eigentlich nicht lange von dort, aber wir sind die schoene Route langgefahren und haben ausserdem noch eine Weinprobe in Clare gemacht. Um 16:30 Uhr sind wir in Adelaide angekommen und haben uns fuer den Abend in einer Bar bei mir um die Ecke verabredet. Im Hostel war erstmal eine Dusche und entspannen angesagt. Gegen 20 Uhr haben wir uns in der Bar getroffen und der Abend war wirklich lustig. Fast alle waren da und die, die nicht da waren, haben uns auch nicht gefehlt. Insgesamt war die Gruppe echt lustig mit allen moeglichen Nationalitaeten, aber ein Teil hat sich ausgegrenzt.
Am 5. Januar, musste ich um 7 Uhr aufstehen und wurde dann zu einer Weintour im Barossa Valley abgeholt, die ich umsonst bekommen habe. Wir waren bei insgesamt vier Weinguetern und haben jedesmal um die 5 Weine probiert. Das war mit der Zeit doch ein wenig viel. Die Gegend dort ist aber wirklich schoen und der Tag einfach nur zum Geniessen. Zum Mittag haben wir Kaenguruh bekommen, was auch mal ein Erlebnis war. Gegen 17 Uhr war ich wieder im Hostel und bin dann in die Stadt, wo ich mich mit ein paar Leuten von der Tour getroffen habe. Wir haben uns eine Pizza geholt und im Park gesessen. Ich war aber so muede, dass ich um 22 Uhr zurueck ins Hostel gegangen bin. Ich musste auch noch ein paar Sachen fuer die naechste Tour packen, die mich am naechsten Morgen um 6:45 Uhr abholen sollte.
Am 6. Januar wurde ich von Robert, dem Tourguide, abgeholt und die ganze Gruppe, fast nur Schweizer, ist in Richtung Grampians, eine Bergregion in Victoria, losgefahren. Im Nationalpark haben wir auch uebernachtet. Auch diesen Tag habe ich zum groessten Teil im Bus verbracht, aber wir sind einmal ausgestiegen um uns einen Wasserfall anzusehen. Zum Abendbrot gab es wieder Kaenguruh und BBQ. Irgendwie muss ich von der Schlafkrankheit befallen sein, denn ich bin wieder frueh ins Bett und habe geschlafen. Die Gruppe war auch nicht so gut wie die letzte.
Am 7. Januar haben wir eine Wanderung durch die Grampians zu den Pinnacles, einem Gebiet in den Bergen, gemacht. Dafuer haben wir ca. zwei Stunden gebraucht. Danach ging es wieder ins Cultural Centre, wo zwei eher schlechtgemachte Filme gezeigt wurden. Die Haelfte ist fast eingeschlafen. Anschliessend haben wir uns auf den Weg zur Great Ocean Road gemacht. Wir haben in Port Campbell in einem Strandhaus uebernachtet und den Sonnenuntergang bei den "12 Aposteln", eine Steinformation im Meer, verbracht. Leider war die Sonne ziemlich verdeckt. Zum Abendbrot gab es Nudeln!
Am letzten Tag der Tour, also dem 8. Januar, hatten wir die Moeglichkeit einen Helikopterflug ueber die 12 Apostel zu machen und die Gelegenheit habe ich gleich mal wahrgenommen. Der Flug hat zwar nur acht Minuten gedauert, war aber echt schoen! Auf der Great Ocean Road haben wir hier und da angehalten, eine Wanderung durch einen Regenwald gemacht und waren um 19 Uhr in Melbourne. Wir konnten an vier Stellen abgesetzt werden und ausnahmsweise ist Robert unser Guide auch noch nach St. Kilda gefahren, das ein wenig ausserhalb liegt. Dort hatten vier Leute, unter anderem auch ich, unser Hostel. Wir mussten dann noch ein Stueck mit der Strassenbahn fahren, aber schliesslich war ich nach einigem Suchen endlich dort. Nach einer Dusche bin ich dann ins Bett gefallen.
Heute Morgen bin ich um 7:30 Uhr aufgestanden und habe in Shepparton wegen eines Jobs angerufen. Ich werde heute Nachmittag nochmal angerufen und dann weiss ich mehr. Vielleicht kriege ich einen Job, vielleicht nicht. Wer weiss! Anschliessend habe ich gefruehstueckt und ausgecheckt, da ich nur eine Nacht im Hostel gebucht hatte. Dann habe ich mir aber das naechste Hostel gebucht und bin dort hingelaufen. Ich habe ca. 3 Stunden gebraucht um dort anzukommen, weil ich mich ein wenig verlaufen habe. Jetzt habe ich dort aber eingecheckt und warte auf den Rueckruf. Ich hoffe, ihr verzeiht mir diesen unausfuehrlichen Eintrag, aber es gab viel nachzutragen. Warum das Outback gruen ist? Es hat dort in letzter Zeit so viel geregnet, dass ganz viele Graeser und Buesche wachsen.
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